Gewässerschutz sichert unsere Zukunft

Wasser gehört zu den wertvollsten Ressourcen der Erde – ohne sauberes Wasser können Menschen, Tiere und Pflanzen nicht existieren.

 

Kanalsysteme und Kläranlagen sorgen dafür, dass Abwasser gereinigt in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Sie verhindern nicht nur Seuchen, sondern schaffen auch gute Umweltbedingungen für alle Lebewesen. So hat sich die Wasserqualität des Rheins in den letzten Jahrzehnten entscheidend verbessert. Der früher stark verschmutzte Strom ist heute wieder ein funktionierendes Ökosystem und bietet zahllosen Kleinstlebewesen, vielen Fischarten und Wasservögeln ein Zuhause.

 

Umweltschutz auf der ganzen Linie

Moderne Abwasserbetriebe wie der ASM haben sich komplett dem Umweltschutz 

verschrieben. Sie sind nicht nur Experten, wenn es um die Wasserqualität geht, sondern auch darin, Energie sinnvoll zu verwerten. Die Wärme etwa, die im Faulturm entsteht, wird zum Heizen für den Bauhof SBB und das angeschlossene Wohnhaus genutzt. 

 

Gewässerschutz lohnt sich

Sie selbst können durch Ihr Verhalten zum Gewässer- und Umweltschutz in der Mainspitze beitragen – und dabei Geld sparen. Denn: Je reibungsloser die Kläranlage arbeiten kann, desto niedriger sind die Gebühren.

 

Das gehört nicht in den Abfluss

Oft passiert es nur aus Gewohnheit, dass Dinge in die Toilette oder in den Ausguss wandern, die dort nicht hineingehören. Die folgende Übersicht hilft Ihnen, unnötige Verschmutzungen oder Schäden zu vermeiden.

 

Stoffe Was sie bewirken

Wohin sie gehören

Speisereste

Brat- und Frittierfett

Führen zu Verstopfungen,

Ablagerungen,

locken Ratten an

Restmüll

Slipeinlagen, Binden,

Tampons, Kondome,

Windeln, Wattestäbchen,

feuchtes Toilettenpapier

Verstopfen die Rohrleitungen

Restmüll

Säuren und Laugen,

Farben und Lacke,

Verdünner,

Pflanzenschutzmittel, Altöl

Vergiften das Abwasser

Sondermüll, 

Schadstoffmobil

Medikamente

Vergiften das Abwasser

 Restmüll

Zigarettenkippen,

Rasierklingen,

Katzenstreu

Behindern die

Abwasserreinigung

Restmüll

Flaschenverschlüsse, 

Kronkorken

Behindern die

Abwasserreinigung

Gelbe Tonne

(Metall, Kunststoffe,

Verbundstoffe)

Papier, 

Papierverpackungen, 

Zeitungspapier

Verstopfen die Rohre

Papiertonne

Textilien, Bekleidung

Verstopfen die Rohre

Kleiderkammer

Batterien

Vergiften das Abwasser

Zurück zur Verkaufsstelle,

Sammelstelle

Tipps für den Alltag

Reinigungsmittel

Aggressive Allzweck-, Sanitär-, Abfluss- und WC-Reiniger stören den Klärprozess und schädigen Gewässer und Gesundheit. Zumeist reicht der Einsatz von Schmierseife und Scheuerpulver, von Essigessenz und Zitronensäure. Auch WC-Steine und Wasserkastenzusätze können Rohleitungen und Dichtungen zerfressen und das Abwasser vergiften.

 

Waschmittel

Überprüfen Sie, ob wirklich alle Kleidungsstücke schon reif für die Wäsche sind. Generell sollten Waschmittel sparsam dosiert werden. Einzeln dosierbare Pulver im 

Baukastensystem (anstelle eines Vollwaschmittels) verringern Tenside um bis zu 30

und Bleichmittel um bis zu 90 Prozent. 

 

Autowäsche

Autos sollten in Waschanlagen gereinigt werden. Das mit Öl- und Benzinrückständen 

versetzte Schmutzwasser wird hier gesammelt und umweltgerecht abgeleitet, während es beim Waschen am Straßenrand in den Kanal gelangt und die Abwasserklärung erschwert.

Quelle: DWA, Abwasser im Klartext – Achtung: neue Auflage

 

Regelungen für Profis

Die Entwässerungssatzung regelt besonders im Blick auf Gewerbetreibende und Landwirte,was in die Kanalisation gelangen darf – und was nicht.

 

Auszug der Satzung § 7

(2) Abfälle und Stoffe, welche die Kanalisation verstopfen, giftige, übelriechende oder explosive Dämpfe und Gase bilden sowie Bau- und Werkstoffe in stärkerem Maße angreifen, dürfen nicht in die Abwasseranlage eingebracht werden. Hierzu gehören insbesondere:

  • Schutt; Asche; Glas; Sand; Müll; Treber; Hefe; Borsten; Lederreste; Fasern; Kunst-stoffe; Textilien und ähnliches;
  • Kunstharz; Lacke; Latices; Bitumen und Teer sowie deren Emulsionen; flüssige Ab-fälle, die erhärten; Zement; Mörtel; Kalkhydrat;
  • Sturz- oder Stichblut; Jauche; Gülle; Mist; Silagesickersaft; Schlempe; Trub; Trester; Krautwasser;
  • Benzin; Heizöl; Schmieröl; tierische und pflanzliche Öle und Fette;
  • Säuren und Laugen; chlorierte Kohlenwasserstoffe; Phosgen; Schwefelwasserstoff; Blausäure und Stickstoffwasserstoffsäure sowie deren Salze;  Karbide, welche Acetylen bilden; ausgesprochen toxische Stoffe; der Inhalt von Chemietoiletten.